In der Parodontologie geht es um den Zahnhalteapparat, einer funktionellen Einheit von Kieferknochen, Bindegewebsfasern und der Zahnwurzel. Er gibt dem Zahn festen Halt im Kieferknochen.

Die wichtigste Erkrankung in diesem Bereich ist die Parodontitis, eine chronische, durch bakterielle Beläge verursachte Entzündung. Bei Erwachsenen ist sie heute der Hauptgrund für den Verlust von Zähnen: Etwa 70 Prozent leiden an einer mehr oder weniger ausgeprägten Form – oftmals ohne es selbst zu wissen!

Weiterhin ist die Parodontitis ein typisches Beispiel für den Zusammenhang zwischen Mund- und Allgemeingesundheit. Sie kann beispielsweise das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und in Einzelfällen sogar für Komplikationen in der Schwangerschaft erhöhen.

Unser Ziel ist es, eine Parodontitis von vornherein zu vermeiden und, sofern Sie bereits davon betroffen sind, Ihre Zähne bzw. Implantate auf Dauer zu erhalten.

Die Parodontologie ist eine unserer Kernkompetenzen und wird bei uns auf sehr hohem medizinischen Niveau und dem aktuellen wissenschaftlichen Stand betrieben. Durch unsere Spezialisierung können wir Ihnen alle Vorsorge- und Therapiemöglichkeiten bieten.

Diese beinhalten

  • eine genaue und zielleitende Diagnostik,
  • minimalinvasive Behandlungsverfahren zum Stopp der Entzündung sowie
  • eine systematische Erhaltungstherapie nach der Behandlung.

Im Einzelnen gliedert sich die strukturierte Therapie in folgende Schritte

  • Erläuterung unseres Behandlungskonzepts
  • Komplette Befundaufnahme des gesamten Zahnhalteapparates, einschließlich sämtlicher Einflussfaktoren auf die Parodontitis.
  • Ggf. eine mikrobiologische Diagnostik zur Bestimmung besonders aggressiver Parodontitisbakterien
  • Anleitung zur Optimierung der eigenen Mundhygiene
  • Professionelle Zahnreinigung (PZR) durch unsere speziell ausgebildeten Fachkräfte.
  • Die antiinfektiöse Therapie durch Reinigung der Zahnfleischtaschen mit Spezialinstrumenten und -techniken.
  • Falls erforderlich, kann diese Therapie durch ganzheitliche Verfahren optimiert werden.
  • Kontrolle der behandelten Zahnfleischareale auf Entzündungsrückgang durch erneute Befundaufnahme.
  • Entscheidung zu weiterer Vorgehensweise: Bei deutlichem Rückgang der Entzündung direkt zum Nachsorgekonzept
  • Bei nach wie vor vorhandenen tiefen Zahnfleischtaschen können weitere Maßnahmen, wie z.B. die Regeneration von verlorengegangener Knochensubstanz sinnvoll sein.
  • Ggf. regenerative Maßnahmen zum Wiederaufbau von Knochen und Weichgewebe
  • Ggf. chirurgische Elimination von Zahnfleischtaschen oder Zahnfleischtransplantation zur Deckung freier Zahnhälse

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die unbehandelt in der Regel immer weiter fortschreitet. Um den Therapieerfolg zu erhalten und das Fortschreiten zu verhindern, ist nach der Grundtherapie eine engmaschige Betreuung durch eine Prophylaxeassistentin notwendig

Unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT)/ Nachsorgekonzept

  • Bei der unterstützenden Parodontitis-Therapie handelt es sich um ein auf wissenschaftlich nachgewiesenen Erkenntnissen basierendes, aktives Therapiekonzept. Dabei werden die Zahnfleischtaschen ohne die Notwendigkeit einer Betäubung im Rhythmus von drei bis sechs Monaten schonend von sich neu bildendem Biofilm gereinigt.
  • Vernachlässigt man dieses, vermehren sich die Parodontitisbakterien wieder in den Zahnfleischtaschen und setzen die Entzündungen abermals in Gang. Außerdem wird halbjährlich bzw. jährlich eine neue Befunderhebung durchgeführt, um die Stabilität Ihrer parodontalen Situation zu gewährleisten und Problemstellen sofort zu erkennen.

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Unser Team steht Ihnen bei Fragen zu diesem Thema gerne zur Verfügung!